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Reit im Winkl - von der Vergangenheit in die Gegenwart

Seit ungefähr 500 v. Chr. wurde die Region, welche heute der Chiemgau genannt wird, von den Kelten besiedelt. Erst kurz nach Christi verdrängten die Römer die Kelten, um im Laufe des siebten Jahrhunderts von den Bajuwaren abgelöst zu werden. Die Bajuwaren rodeten einen großen Teil des damals dichten Waldes um urbaren Boden zu schaffen, so dass sich das Landschaftsbild komplett änderte. Eine der von den Rodungen am meist betroffenen Gegenden war das heutige Reit im Winkl und da das roden damals reuten genannt wurde und diese Gegend in einem Bergwinkel lag, wurde die entstehende Siedlung schließlich Reit im Winkl genannt.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Reit im Winkl, unter der Chiemgauer Grafen Herrschaft im Jahre 1160. Ab 1180 waren die Wittelsbacher in Bayern an der Macht und behielten diese bis 1918. Als im Jahre 1806 unter der Landverteilung durch Napoleon, angeblich Reit im Winkl übergangen wurde und als Niemandsland galt, einigten sich die Herrscher von Bayern, Salzburg und Tirol der Sage nach daraufhin, den Besitz von Reit im Winkl per Kartenspiel zu entscheiden. Max Joseph der I. von Bayern, gewann das Spiel durch einen Stich mit dem Schelln Unter (Karo Bube), so dass Reit im Winkl an Bayern fiel und der Schelln Unter zum Wahrzeichen wurde.

Der Besuch von König Maximilian den II. im Jahr 1858 und ein Besuch des Reiseschriftstellers Franz von Kobell, erregten die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und waren der eigentliche Start für den Tourismus nach Reit im Winkl. Als die Postlinie per Kutsche zwischen Unterwössen und Kössen eingeführt wurde und diese Route über Reit im Winkl führte, stellte sich nach und nach ein regelmäßiger Fremdenverkehr ein.

In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts, zu Zeiten des Wirtschaftswunders, den damit verbundenen steigenden finanziellen Möglichkeiten und gesetzliche geregelte Urlaubstage, erfuhr der Fremdenverkehr immer mehr Zuwachs.

Als in den 70er und 80er Jahren der alpine Skisport immer mehr Anfänger fand, war Reit im Winkl als der schneesicherste Ort Deutschlands das Non plus Ultra für Anhänger des Wintersports.

Zu Beginn der Wintersaison 2009/10 wurde die modernste Umlaufseilbahn Deutschlands zur Winkelmoosalm in Betrieb genommen. Die 16 Skipisten mit einer Länge von gut 50km wurden durch den ADAC mit dem besten Preisleistungsverhältnis ausgezeichnet und das Portal skiresort.de bewertete das Skigebiet als das beste Deutschlands. Berühmt sind auch die bestens präparierten Langlaufloipen in Reit im Winkl und seit kurzer Zeit gibt es Premiumwinterwanderwege, Rodelabfahrten und Pferdeschlittenfahrten.

Die sehr gut ausgebauten Wanderwege und die vielen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung im Sommer, haben den Fremdenverkehr zur Haupteinnahmequelle der Gemeinde Reit im Winkl werden lassen.

Neben den berühmtesten Einheimischen von Reit im Winkl, wie die „Gold Rosi“ Mittermaier und Ihre Schwestern, die Volksmusikerinnen Maria und Margot Hellwig, haben sich auch andere Prominente wie z. B. Detmar Cramer (ehemaliger Trainer von u. a. Bayern München) und der japanische Sänger und Jodelkönig Takeo Ishi, Reit im Winkl zu Ihrer Heimat gemacht.

Seit dem Jahr 2000 verfügt Reit im Winkl über ein Biomasse Fernwärmenetz welches eine CO2 neutrale Energieversorgung ermöglicht, wofür Reit im Winkl als Gemeinde der Zukunft ausgezeichnet wurde.